Wie pflanze ich meine Clematis richtig?
Wie schon erwähnt, zählen Clematis zu den schönsten Kletterpflanzen für den Hausgarten. Die großen und farbintensiven Blüten dieser winterharten Kletterpflanze verwandeln Sitzecken oder kahle Sichtschutzwände sowie Mauern in magische Orte.
Die Clematis findet sich in unserem Sortiment in verschiedenen Arten wieder, welche alle unterschiedliche Ansprüche haben. Gemein haben sie alle jedoch, dass ihre Blätter und Blüten zwar gerne in der Sonne stehen, der Wurzelhals (= Übergang zwischen Wurzel und Stängel) möchte aber lieber im Schatten stehen. Wir empfehlen daher, die Wurzeln nach dem Einpflanzen abzudecken. Dazu kann ein spezielles natürliches Abdeckmaterial verwendet werden oder die Clematis mit schwach zehrenden Stauden bzw. Bodendeckern unterpflanzt werden. Beim Einpflanzen achte darauf, dass deine Waldrebe ca 5 bis 8 cm tiefer eingesetzt wird als zuvor im Topf. Zum Wachstumsstart gibst du im April bis Mai einen organisch-mineralischen Langzeitdünger für Blütengehölze in den Boden oder beginnst mit der regelmäßigen Gabe eines Flüssigdüngers bis September. Hinweise zur Menge oder Anwendungshäufigkeit findest du stets auf der Verpackung, denn dies kann von Produkt zu Produkt unterschiedlich sein. Um deine Clematis nicht mit zu viel oder zu wenig Nährstoffen zu versorgen, halte dich bitte stets genau an die Anwendungshinweise auf deinem Dünger.
Welche Clematis Arten finden sich in unserem Sortiment?
Großblütige Waldreben (Clematis hybride)
Diese bestechen von Juni bis September durch auffällig große Blüten in breiter Farbvielfalt. So gibt es sie in einfarbigen Tönen von weiß bis dunkelviolett oder gar mit mehrfarbiger Blüte. Die großblütige Waldrebe hat einen mittelstarken Wuchs und wird somit über die Jahre hinweg circa 2 bis 5 m hoch. Ihre Blattranken müssen gestützt werden und finden ihren Weg idealerweise entlang von Pergolen, Drähten oder ähnlichen Kletterhilfen. Gepflanzt werden sie an einen halbschattigen oder sonnigen Platz im Garten. Bei diesen Sorten ist auf einen sandig-lehmigen und durchlässigen Boden zu achten. Dieser sollte nur mäßig trocken sein, das heißt, die großblütige Waldrebe darf niemals austrocknen. So gilt es also auch ältere Pflanzen regelmäßig zu gießen, wenn Niederschläge ausbleiben. Im Herbst oder Februar sollten diese Sorten auf die Hälfte oder bis zu einem Drittel zurückgeschnitten werden.
Berg-Waldrebe (Clematis montana)
Die Königin der Waldreben klettert mit einer Endhöhe von bis zu 8 Metern weiter als alle anderen. Sie blüht jedoch nur in den Monaten Mai und Juni. Auch die Berg-Waldrebe wünscht sich eine Kletterhilfe, beispielsweise aus Holzlatten oder gitterartig gespannten Schnüren. Der richtige Pflanzort liegt sonnig oder halbschattig. Die Berg-Waldrebe wünscht sich einen humosen und nährstoffreichen Gartenboden, ist aber auch kalkverträglich. Zur Pflanzung ist hier z. B. Kellers Gärtnererde ideal. Wichtig ist, die Berg-Waldrebe sollte nie austrocknen und eher feucht gehalten werden. Besonders zu betonen ist ihre ausgezeichnete Winterhärte und der geringe Pflegeaufwand, denn ein Rückschnitt ist nur bei Bedarf nötig und erfolgt stets nach der Blüte.
Italienische Waldrebe (Clematis viticella)
Diese doch eher zierliche Clematis erreicht eine Wuchshöhe von rund 5 m und blüht von Juni bis September. Unterstützt durch eine Rankhilfe klettert sie gerne an Pergolen oder Sichtschutzwänden empor. Diese Waldrebe mag gerne ein mediterranes Klima und bevorzugt daher ebenso sandig-lehmige sowie durchlässige Böden. Um den Gartenboden für sie aufzulockern kann eine Kübelpflanzenerde verwendet werden. Ihr Wasserbedarf ist mäßig, vollständig austrocknen sollte sie jedoch nicht. Clematis viticella zeichnet sich durch ihre Robustheit aus, denn sie ist wenig anfällig für die gefürchtete Clematis-Welke. Der Rückschnitt erfolgt am besten zwischen November und Dezember. Hierbei sollte diese Clematis stark zurückgeschnitten werden auf eine Höhe von nur 20 bis 50 cm.
Kübel-Waldrebe (Clematis florida)
Hierbei handelt es sich um eine spätblühende Art, die von Juni bis in den Oktober hinein blüht. Mit einer maximalen Wuchshöhe von 4 Metern ist sie die kleinste Waldrebe und eignet sich so wunderbar für die Kübelbepflanzung. Hier kannst du sie an einem Stab oder Spalier emporranken lassen. Zur Pflanzung verwendest du am besten Kübelpflanzenerde. Zu beachten gilt, dass diese Clematis nicht winterhart ist und somit frostfrei überwintert oder mit Winterschutzvlies vor Frösten geschützt werden sollte. Im Herbst, nach der Blüte, sollte sie dann etwa auf die Hälfte oder ein Drittel zurückgeschnitten werden.
Armands Waldrebe (Clematis armandii)
Die immergrüne Sorte in unserem Clematis Sortiment! Sie wächst zwischen 3 bis 5 m hoch und ist besonders früh blühend. Von März bis Mai zeigt sie zahlreiche cremefarbene und stark duftende Blüten. Auch sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen in einem humosen und nährstoffreichen Boden. Im Juni kann bereits ein erster Auslichtungsschnitt erfolgen. Starke Fröste verträgt sie leider weniger gut, weshalb gerade für junge Triebe ein Winterschutz empfehlenswert ist.
Stauden-Waldrebe (Clematis integrifolia & heracleifolia)
Mehrjährige Clematis für den Staudengarten? Auch das gibt es! Diese Sorten tragen imposante glockenförmige Blüten und bleiben in der Regel unter 100 cm hoch. Sie passen wunderbar ins Staudenbeet und blühen hier in den Sommermonaten. Im Herbst stirbt die Pflanze oberirdisch ab und das Wurzelwerk geht in Winterruhe. Wie also gerne gesagt wird, die Stauden-Clematis ziehen sich über den Winter in den Boden zurück und treiben im Frühling wieder aus. Im März erfolgt der Rückschnitt auf 30 bis 50 cm. Der ideale Standort ist sonnig oder halbschattig auf einem guten, humosen Gartenboden. Zur Pflanzung kann Kellers Gärtnererde eingesetzt werden. Im Gegensatz zu anderen Clematis-Arten handelt es sich hier um keine kletterwütigen Pflanzen. Möglicherweise müssen die ausladenden Triebe in den Sommermonaten locker zusammengebunden werden.