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Warum einen Garten für Bienen und Vögel gestalten?
Bienen und andere Bestäuber spielen eine wichtige Rolle für viele Wild- und Nutzpflanzen. Bei ihrer Nahrungssuche übertragen sie Pollen von Blüte zu Blüte und tragen so zur Fortpflanzung zahlreicher Pflanzen bei. Mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung kannst du ihnen im eigenen Garten über einen möglichst langen Zeitraum Nahrung bieten. Besonders hilfreich sind unterschiedliche blühende Pflanzen, die zu verschiedenen Zeiten im Jahr Nektar und Pollen bereitstellen. Auch kleine Strukturen und geschützte Bereiche können zusätzlichen Lebensraum bieten. Auch Vögel profitieren von abwechslungsreich gestalteten Gärten. Gehölze und Sträucher können ihnen Nahrung, Schutz und Möglichkeiten zum Nisten bieten. Gleichzeitig fressen viele heimische Vogelarten Insekten und andere Kleintiere und tragen durch das Fressen und Weitertragen von Früchten und Samen zur Verbreitung von Pflanzen bei. Schon mit einer vielfältigen Pflanzenauswahl und unterschiedlichen Strukturen lässt sich ein Garten schaffen, in dem sich viele verschiedene Tierarten wiederfinden.
Was sind Bienenweidepflanzen eigentlich?
Als Bienenweidepflanzen werden Pflanzen bezeichnet, die Bienen Nahrung bieten. Dazu gehören vor allem Arten, deren Blüten Nektar und/oder Pollen liefern. Auch Honigtau, der beispielsweise durch Blattläuse und andere saugende Insekten entsteht, kann von Bienen als Nahrungsquelle genutzt werden.
Welche Pflanzen bieten Vögeln Nahrung und Schutz?
Viele Gehölze, Sträucher und Stauden können Vögeln im Garten Nahrung, Schutz, Rückzugsmöglichkeiten oder geeignete Plätze zum Nisten bieten. Besonders interessant sind Pflanzen mit Früchten, Samen, dichter Verzweigung oder geschützten Bereichen.
Wie gestaltest du einen Garten für Bienen und Vögel?
Je abwechslungsreicher ein Garten gestaltet ist, desto mehr unterschiedliche Tiere können dort Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten finden. Eine Mischung aus Gehölzen, Stauden und anderen blühenden Pflanzen sorgt für verschiedene Strukturen und ein wechselndes Angebot über das Jahr hinweg. Heimische Pflanzen können dabei eine wichtige Rolle spielen, da viele heimische Insekten und Vögel an bestimmte Pflanzenarten angepasst sind. Gehölze wie Vogelbeere oder Weißdorn bieten beispielsweise je nach Jahreszeit Blüten, Früchte, Schutz oder Lebensraum und können so für unterschiedliche Tierarten interessant sein.
Was genau kann ich pflanzen?
Im Frühjahr bieten zum Beispiel Krokus, Löwenzahn, Klee, Salweide, Obstgehölze und Linden Nektar und/oder Pollen. Im Sommer kommen zahlreiche Kräuter hinzu, darunter Thymian, Bohnenkraut, Oregano, Lavendel, Borretsch, Fenchel, Salbei und Steinquendel. Im Spätsommer und Herbst sorgen unter anderem Sonnenblumen, Fetthennen, Herbstastern, Heidekraut und Bartblumen für weitere Blütenangebote. Auch für Vögel lohnt sich eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Bäume und Sträucher wie Birne, Schlehe, Weißdorn, Holunder oder Speierling können Früchte und Samen als Nahrung bieten. Wildrosen bieten zusätzlich dichte Strukturen und Rückzugsmöglichkeiten. Stauden wie Flockenblume, Natternkopf oder Mädesüß ergänzen die Pflanzenauswahl. Auch kleine, weniger aufgeräumte Bereiche können wertvoll sein: Herbstlaub, Reisig, Komposthaufen oder Natursteinmauern bieten vielen Insekten und anderen Kleintieren Verstecke und Lebensraum. Davon profitieren wiederum auch zahlreiche Vogelarten.
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